3.

Aehnliches erzählt man sich von einem Pfleger in Naabburg, den seine Kinder auf den Stockerfels von einem Feilenhauer vertragen liessen. Dieser hatte aber keinen Stahl bey sich und der Geist machte sich so schwer, daß er rasten mußte, was er nicht sollte. Daher wollte man ihn nicht seiner Mühe lohnen, bis er drohte, [140] den Geist von der Burg wieder zu holen. – Ein Bauer, der auf den Stockerfels ging, seine Quittung zu holen, fand den Herrn mit noch drey Anderen am Tische sitzen, die Füsse unter dem Tische in einem Kessel voll rother Gluth, und mit glühenden Karten spielend. Der Geist schrieb willig die verlangte Quittung und legte sie dem Bittenden in den Hut.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Schönwerth, Franz Xaver von. 3. [Aehnliches erzählt man sich von einem Pfleger in Naabburg, den]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4m1zr.0