182. Zeugniß der Unschuld.

Zu Hanau ward zu einer Zeit eine Frau eines schweren Verbrechens angeklagt und zum Tode verurtheilt. Als sie auf den Richtplatz kam, sprach sie: »Wie der Schein auch gegen mich gezeuget hat, ich bin unschuldig, so gewiß, als Gott jetzt mit mir weinen wird.« Worauf es aus heiterem Himmel zu regnen anfing. Sie ward gerichtet, aber später kam ihre Unschuld an den Tag.


Br. Grimm d. S. 360.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Lyncker, Karl. 182. Zeugniß der Unschuld. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hqt0.0