[258] 273. Der Nimmersatt.

In Stuttgart war ein Sohn so gottlos, daß er dem Bilde seines Vaters die Augen ausstach, weil, ohne sein Wissen, der kränkliche Mann mit einer Flasche Wein sich gelabt hatte. Da sprach der Vater über ihn den Fluch: »Du sollst nicht mehr satt werden!« Alsbald wurde der Sohn von Hunger ergriffen, welchen er auch, trotz seines steten Essens, sein Lebenlang nicht mehr stillen konnte.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Baader, Bernhard. 273. Der Nimmersatt. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hp2b.0