Laß dir keinen bart darumb wachsen.

Welchen etwas leidens widerfaren ist / vnn die da trawren / die lassen gemeynglich bärt wachsen / damit sie eusserlich jrenjamer vnd vnfall meniglich beweisen / inn dem daß sie leyd tragen. Die im sause leben /baden / waschen vnd salben sich / putzen den leib /vnd reynigen den. Aber die da betrübt sind / lassen faren alle wolfart vnd freuden / zeygen vnn beklagen jämmerlich jren vnfall mit geberden vnd wandel. Es wirt auch zu denen geredt / die da frembde sorg tragen / vnd villeicht vergebens. Darumb sagt mann: Laß dir keinen bart darumm wachsen / sei nit betrübt / es wirt sich wol schicken / ich weyß weg darzů.


Lizenz
CC-BY-4.0
Link zur Lizenz

Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Egenolff, Christian. Laß dir keinen bart darumb wachsen. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hmd0.0