Der hat ein scharpff gesicht / er sihet durch einn wetschger / daß nichts darinnen bleibt.

Vnder allen thieren auff erden sihet keins schärpffer /dann der Adler / auch in die klarheyt der Sonnen /daran er auch die prob hat / welches seine natürliche jungen seien / od' nit. Dann als bald die jungē auß der schalē krochen seind / vnn können essen / so nimpt er sie / vnn helt sie gegē der Sonnen / welches nun die Sonn nit in seinn augen leiden kan / das wirfft er hin /die andern behalt er. Die Römer schreiben von einem / hat Lynceus geheyssen / der ist zu Sicilien gewesen im mittel Meer / das die halbe welt scheydt / vnd hat gesehen die schiff / die zu Carthago sind ankommen /in Aphrica oder Libya. Wir brauchen des sehens auch zum bösen / als in disem wort / nemlich vonn den strauchdieben / die durch einn wetschger hindurch sehen / daß nicht darinnen bleibt / das ist / die darauff gerichtet sind / daß sie den leuten das jr nemen auff der strassen. Also sagt mann: Er hat ein scharpffes gesicht etc. das ist / Er ist ein rauber / ein dieb /Schnapphan.

CC-BY-3.0


Rechtsinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 68. Der hat ein scharpff gesicht - er sihet durch einn wetschger. Der hat ein scharpff gesicht - er sihet durch einn wetschger. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4hh91.0