837. Das Steinkreuz.

Bensen a.a.O. S. 85.


Bei Horabach oben im dichten Holze liegt ein einsames Grab mit einem halbversunkenen Steinkreuz. Dort spielten einst Knaben und ahmten das hochnothpeinliche Halsgericht in der Stadt nach. Als nun der Kläger und die Zeugen vernommen waren, die Schöppen abgestimmt hatten, brach der Ritter den Stab und hieß seinen Schergen, den jüngsten Knaben, welcher den Dieb vorstellte, an eine alte Eiche henken. Kaum aber war dieses geschehen, so brach eine gehetzte Bache durch das Gesträuch und die Spielgefährten entflohen: denn sie glaubten, der Böse wolle sie für ihren Frevel bestrafen. Das erwürgte Kind aber liegt unter dem kleinen Hügel.

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TextGrid Repository (2026). Collection 63. 837. Das Steinkreuz. 837. Das Steinkreuz. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4h90j.0