180. Der hohe Stein bei Anklam.

Das Anklamer Stadtgebiet war in früheren Zeiten bis an die Peene mit einem hohen Erdwall eingeschlossen. In der Einfahrt dieses Walles nach Uekermünde hin sieht man noch jetzt einen Wartthurm, der gar keinen Eingang hat, und deshalb der hohe Stein genannt wird. An demselben [217] passiren viele schauerliche Geschichten. Unter andern sagen die Leute, daß Derjenige, der am Johannistage den hohen Stein ersteigt, oben auf demselben einen Sack voll Erbsen finde, die sich aber beim Heruntertragen in lauter Goldstücke verwandeln.


Acten der Pomm. Gesellschaft für Geschichte.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Temme, Jodocus Donatus Hubertus. 180. Der hohe Stein bei Anklam. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4h07c.0