2.

Nach der Aernte, um Egidi, am 1. September, beginnt der Bockstich. Merkwürdig ist der Glaube, daß das Fleisch seinen übeln Geruch verliere, wenn der Bock[342] lebend vom Dache herabgestürzt wird. Ist dieses blos christliche Sitte, weil der Bock ein heiliges Thier ist und soll darunter die Mißachtung vor den alten Göttern ausgedrückt werden? Ist es ein Zeichen, womit die neuen Christen dem Heidengotte absagten, oder steckt noch heidnischer Gebrauch dahinter? Nach Simrock S. 553 war den Wenden das Blut des vom Rathhause gestürzten Bockes heilkräftig.

CC-BY-3.0


Rechtsinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 50. 2. [Nach der Aernte, um Egidi, am 1. September, beginnt der Bockstich]. 2. [Nach der Aernte, um Egidi, am 1. September, beginnt der Bockstich]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4m2fh.0