3.

Aber auch der Mond empfindet Trauer und Leid, daß er zur Sonne nicht kann; darum nimmt er ab, bis er zur kleinsten Sichel wird; wird er nach und nach voll, so hofft er; ist er aber voll, sieht er sich getäuscht und nimmt wieder ab. – Von seiner unglücklichen Liebe ist er weich gestimmt: daher sein Licht so mild und melancholisch. Daher klagen ihm auch unglücklich Liebende ihr Leid.


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TextGrid Repository (2026). Schönwerth, Franz Xaver von. 3. [Aber auch der Mond empfindet Trauer und Leid, daß er zur Sonne]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4m2dr.0