2.

Der Schnee düngt; geht oder thaut auf; kracht, hartgefroren, unter den Füssen; tanzt, wenn die Flocken durcheinander wehen, der Wind drein kommt; beißt und geisselt, wenn er mager, dünn und scharf daher kommt und dem Wanderer an das Gesicht prallt; wird alt, oder schmutziggelb; macht eine Neu, wenn auf gefrorne hart getretene Bahn neuer Schnee fällt und die Fußstapfen sichtbar bleiben; wärmt; löst die Kälte auf, wenn er dick fällt; ist der Feind der Diebe, weil er ihre Spur verräth. – Der Schnee stinkt, wenn die Luft scharf und nebelig wird. – Der Nebel ist seine Mutter.


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TextGrid Repository (2026). Schönwerth, Franz Xaver von. 2. [Der Schnee düngt; geht oder thaut auf; kracht, hartgefroren, unter]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4m1s8.0