121. Gespenstiger Franziskaner.

Als zu Offenburg das Kloster der schwarzen Franziskaner noch bestand, ging darin ein gespenstiger Pater um, welcher den Kopf unter dem Arm trug. Einst in einer Mondnacht kam eine Frau, die glaubte, es sei[115] morgens fünf Uhr, in das Kloster, um zu beichten. In dem Gang begegnete ihr bei der Gruft das Gespenst und sprach: »Geht wieder heim, es ist erst zwei Uhr und zum Beichten noch nicht Zeit!« Da machte die Frau, so schnell sie konnte, sich von dannen.


Lizenz
CC-BY-4.0
Link zur Lizenz

Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Baader, Bernhard. 121. Gespenstiger Franziskaner. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hnh1.0