Laßt vns heint nicht klůg sein.
Qui addit scientiam, addit dolorem.

Klůgheyt machet sorg / also daß die Grtechen gesagt haben: In nihil sapendo sucundissima uita. Die narren haben das beste leben. Denn je weiser ein man ist / je mehr er sihet das jn krencket / anfichtet vnnd bemühet. Ein anderer / der es nit siher bekümmert sich auch nicht vast darumb / wie es zůgehe in der welt /wie mann gůte ordnung macht / vnnd regiment / dem thůt es nit halb so wee. Zu dem so macht weißheyt schwere gedancken / schwere gedancken machen schwers gemüt / schwer gemüt verhindert die freud /vnnd verderbt den andern auch jhren leicht in sinn /darumb sagen wir Teutschen also: Lasset vns heint nit weise sein / ein jeder spare sein weißheyt biß morgen. Hieher gehört der gantz Prediger Salomon.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Egenolff, Christian. Laßt vns heint nicht klug sein. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hmnh.0