Vmb die geyßwoll zancken.
De asini umbra rixari.

Vmb des Esels schatten / Vmb einn Tauben dreck /Vmb den rauch / Vmb ein nichtigs ding / das keins zancks werdt ist / kriegen.

Einer hatt ein mal einn Esel hingeliehen / Als nun zu Sommer in heysser zeit der Leben herr neben dem hingelihenen Esel gienge / fliß er sich des schattens vnd der bürd vom Esel. Der den Esel entnommen /wolt sich des schattens nicht verzeihen / fieng an mit dem lehenherrn vmb den schatten des Esels zuzancken / Der herr wehret sich / sagt / er het jm den Esel[98] gelihen / vnd nicht den schatten. Der ander sprach: Ich habe den Esel zu meinem dienst / wie / vnd wo mit er mir nütz kan sein / dise reyse entlehet / etc. Wer nun also vmb nichtige ding zancket / der wirt gesagt vmb die geyßwoll / vnd vmb des Esels schatten zuzancken.

CC-BY-3.0


Rechtsinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 70. Vmb die geyßwoll zancken. Vmb die geyßwoll zancken. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4hmhn.0