Wann das eisen glüet / soll mans schmiden

Mann sol der zeit vnd stat gefahren / vnnd schneiden weil die erndt / herbsten weil der herbst ist / pfeiffen machen / weil mann inn roren sitzt / wie das weise weltkindt / Luc. xvj. thůt. Fisch weil du beim wasser /vnnd trinck weil du beim brunnen bist. Wircke bůß weil dir das liecht hie scheint. Das wirt höflich durch das sprichwort vnserer vorfaren / so diß auffs best verstandē / außgsprochen: Mann sol schmiden / etc. Grosse fische fahet mann in grossen wassern / aber mann můß darnach fischen / vnnd die füß naß machen. Fleiß bricht alle eiß / Mann sol das kleyd im Sommer sparen / auch weil sparen hilfft. Wans feur allenthalb zum tach hinauß schlegt / so hilfft kein löschē. Sparen ist zuspat / wanns geht an die hoffstat oder haußrath. Es ist vergebens / den stall zůthůn / so die ků hinauß ist. Im Herbst můß mann nach Meysen / vnd anderen vögeln richten / weil sie im strich seind / vnd die Storcken im Früling sůchen.


Lizenz
CC-BY-4.0
Link zur Lizenz

Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Egenolff, Christian. Wann das eisen glüet - soll mans schmiden. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hkvq.0