Adam iß.

Es ist ein gemeyne sag in aller welt / wie die weiber über die männer herrschen vnd regiern. Es hat aber diß der weiber Regiment / seinn anfang genommen im Paradeiß. Dann da die Schlang Heuam überredt hette / dz sie vom verbotten baum vnnd apffel aß / lieff sie bald zů Adam / vnnd sagt trutzig: Adam iß. Da můst der arme Adam gehorsam sein / vnd můst essen / wolt er anders nit gschlagen sein. Daher es noch heutigs tags kompt / daß die männer thůn müssen / was die weiber wöllē: Darumb was im Paradeiß eingsetzt ist /das kan niemand ändern / es můß also bleiben.


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TextGrid Repository (2026). Egenolff, Christian. Adam iß. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4hhks.0