Das glück ist gläsin / wann es scheinet / so brichts.
Fortuna uitrea est, cum splendet frangitur.

Der wol vnglück leiden kan / der kan auch gůte tag wol tragen. Der gedultig vnder der banck sitzt / der sitzt auch / hinauff gehebt / höflich drauff. Wer wol manglen kan / der kan wol haben.


Der eim armenhilfft / der gedencket an sich selbs.
Es ist ein ehrliche schand / vmb ehrn willen sterben.
Eitel honig red / seind nit on gifft.
Der der zeit dienet / der dient ehrlich.
Fürsten vnd ärtzten seind vil todten ein schand.
Was man ein wehret / das liebt jm erst.
Ders übel nit stafft / lädt es zuhauß.
Also vertraw deinem freund / dz du achtest er mög dein feindt werden.
Vnbill heylt man mit vergeß.
Wann hohmůt auffgeht / so geht das glück nider

Felix se crigendo, felicitatem amittit.

CC-BY-3.0


Rechtsinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 68. Das glück ist gläsin / wann es scheinet - so brichts. Das glück ist gläsin / wann es scheinet - so brichts. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4hhj7.0