§. 58. Parkstein.

Das Schloß, auf einen Basaltfelsen gebaut, daher Hohenparkstein genannt, war Besitzung der Hohenstaufen und nach diesen lange der Sitz eines churpfalzbayerischen Pfleggerichtes. Nur mehr eine kleine Mauerzinke steht noch als Rest davon, dagegen auf dem Grunde ein anmutiges Kirchlein.

In nördlicher Richtung hin liegt Altenparkstein, eine Mehrzahl zerstreuter Bauernhäuser. Wichtig für die Sage ist, daß einst zwischen Hohen- und Altenparkstein eine grosse Heidenstadt gestanden haben soll.

Die Sage, daß Kaiser Wenzel einmal hier gejagt und einen grossen Eber erlegt, dieses Ereigniß aber dem Orte den Namen Porkstein von porcus = Schwein gegeben habe, ist eine philologische Dichtung. Die Anwohner sagen Bergstein, Bargstoin, von Barg = Berg, was eine natürlichere Deutung gibt.


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TextGrid Repository (2026). Schönwerth, Franz Xaver von. 58. Parkstein. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4g7v2.0